Projektwettbewerb, 1. Rang Pfarreizentrum Gerliswil

2020

Das bestehende Kirchgemeindehaus aus den 70er Jahren zeigt sich als monolithischer Betonbau, der seitlich in den Kirchenhang eingegraben ist. Der Umbau und die Erweiterung des Pfarreizentrums wird zum Anlass genommen, die Volumetrie zu klären und die Prägnanz des Gebäudes zu stärken. Der bestehende Bau wird zum massiven Sockel des neuen Aufbaus mit Saal. Dieser erhält eine markante Silhouette und auch eine differenzierte Materialität. 

Wie heute bleibt das Treppenhaus die verbindende Ader durch das ganze Haus. Die Transparenz im Erschliessungsraum wird mittels Durchbrüchen zwischen den Geschossen erhöht, so dass mehrere Durchsichten über alle Geschosse möglich werden.

Die unterschiedlichen Nutzungen sind  logisch, funktional und mit unabhängigen Clustern auf den Geschossen organisiert. Im neuen Aufbau, im zweiten Obergeschoss, befindet sich der Mehrzweckraum mit Bühne und der dafür notwendigen Infrastruktur. Der Haupteingang befindet sich neu im dritten Obergeschoss mit Blick durch das gesamte Haus. Dem Eingangsfoyer angeschlossen, aber auch abtrennbar, befindet sich der Raum der Stille.

Der Aufbau des Mehrzwecksaales wird als vorfabrizierter Holzbau (Leichtbau) konzipiert und mit Blech verkleidet. Der natürliche Kupferton mattiert schon bald nach der Verarbeitung am Objekt und entwickelt sich bei freier Bewitterung mit einer ganz eigenen Charakteristik.

Auftrag              Projektwettbewerb, 1. Rang

Ausführung        2020-

Status                Vorprojekt

Bauherr             Römisch-katholische Kirchgemeinde Emmen

Mitarbeit            Magdalena Steiger

                         Albert Garriga

                         Julian Hodel